Demenz in der Pflegeberatung

Unterstuetzung

Auch Menschen ohne körperlichen Pflegebedarf, die jedoch geistig behindert, psychisch krank oder demenzkrank sind, haben erstmals Anspruch auf alle ambulanten Leistungen der Pflegeversicherung.

Auch sie werden in einen Pflegegrad eingestuft, der sich danach richtet, wie selbstständig der
Versicherte ist. Gutachter beurteilen den Grad der Selbstständigkeit künftig in folgenden Lebensbereichen:

  • Mobilität
  • geistige und kommunikative Fähig­keiten
  • Verhalten
  • Selbst­versorgung
  • Umgang mit Erkrankungen und Belastungen
  • soziale Kontakte.

Für die Bereiche werden je nach Beeinträchtigung Punkte vergeben und anschließend addiert.
Der Pflegegrad richtet sich folglich nach der Gesamtpunktzahl. Es wird jedoch niemand schlechter gestellt, der bereits Leistungsempfänger ist.

Damit können auch Demenzkranke die Kurzzeitpflege, Tages- und Nachtpflege und den Zuschlag für Bewohner von ambulant betreuten Wohngruppen sowie die Anschubfinanzierung zur Wohngruppen-Gründung beantragen.

Sogenannte „niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote“ dienen Angehörigen von Demenzkranken als Betreuungshilfen. Demenzkranke haben seit diesem Jahr zudem einen Anspruch
auf Verhinderungs- und Kurzzeitpflege.

Insgesamt wurden die Leistungen der Pflegeversicherung so ausgebaut, dass Hilfebedürftigen eine längere Pflege in ihrem gewohnten Umfeld ermöglicht werden kann. Eine Pflegeberatung zu Hause, Hilfsmittel zur Pflege und Zuschüsse für Umbaumaßnahmen gehören ebenso zum verbesserten Leistungsumfang.

Autor: Norbert Schnoede
Norbert Schnoede

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